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Neue Gedichte
Seite
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Romanzen.

Die Blondine, die ich liebe,

Ist so fromm, so sanft, so mild!

In der Hand den LilienstengelWäre sie ein Heiligenbild.

Schlanke, schwärmerische Glieder,Wenig Fleisch, sehr viel Gemüt;Und für Liebe, Hoffnung, Glaube,

Ihre ganze Seele glüht.

Sie behauptet, sie verstündeGar kein Deutsch — ich glaub' es nicht.Niemals hättest du gelesenKlopstocks himmlisches Gedicht?

13.

Fortuna.

Frau Fortuna, ganz umsunstThnst du spröde! deine GunstWeiß ich mir durch Kampf und Ringen,Zu erbeuten, zu erzwingen.

Überwältigt wirst du doch,

Und ich spanne dich ins Joch,

Und du streckst am End' die Waffen —Aber meine Wunden klaffen.

Es verströmt mein rotes Blut,Und der schöne LebensmutWill erlöschen; ich erliegeUnd ich sterbe nach dem Siege.

19.

Klagelied eines altdeutschen Jünglings.

Wohl dem, dem noch die Tugend lacht,Weh dem, der sie verlieret!