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Neue Gedichte
Seite
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N-^cküedene.

5.

Ich liebe solche weiße Glieder,

Der zarten Seele schlanke Hülle,

Wildgroße Augen und die StirneUmwogt von schwarzer Lockenfülle!

Du bist so recht die rechte Sorte,

Die ich gesucht in allen Landen;

Auch meinen Wert hat euresgleichenSo recht zu würdigen verstanden.

Du hast an mir den Mann gefunden,Wie du ihn brauchst. Du wirst mich reichlichBeglücken mit Gefühl und Küssen,

Und dann verraten, wie gebräuchlich.

6.

Der Frühling schien schon an dem ThorMich freundlich zu erwarten.

Die ganze Gegend steht im FlorAls wie ein Blumengarten.

Die Liebste sitzt an meiner Seit'

Im rasch hinrollenden Wagen;

Sie schaut mich an voll Zärtlichkeit,

Ihr Herz, das fühl' ich schlagen.

Das trillert und duftet so sonnenvergnügt!Das blinkt im grünen Geschmeide!

Sein weißes Blütenköpfchen wiegtDer junge Mann mit Freude.

Die Blumen schaun aus der Erd' hervor,Betrachten, neugierigen Blickes,

Das schöne Weib, das ich erkor.

Und mich, den Mann des Glückes.

Vergängliches Glück! Schon morgen klirrtDie Sichel über den Saaten,

Der holde Frühling verwelken wird,Das Weib wird mich verraten.