Verschiedene.
Und neues Leben mir verspricht —
O , lüge nicht!
Gleichwie das Meer dem Mond entgegenschwillt,So flutet meine Seele, froh und wild,
Empor zu deinem holden Licht —
O, lüge nicht!
g.
„Wollen Sie ihr nicht vorgestellt sein?"Flüsterte mir die Herzogin. —
„Beileibe nicht, ich müßt' ein Held sein,Ihr Anblick schon wirrt mir den Sinn."
Das schöne Weib macht mich erbeben!
Es ahnet mir, in ihrer Näh'
Beginnt für mich ein neues Leben,
Mit neuer Lust, mit neuem Weh.
Es hält wie Angst mich von ihr ferne.
Es treibt mich Sehnsucht hin zu ihr!
Wie meines Schicksals wilde SterneErscheinen diese Augen mir.
Die Stirn ist klar. Doch es gewittertDahinter schon der künft'ge Blitz,
Der künft'ge Sturm, der mich erschüttertBis in der Seele tiefsten Sitz.
Der Mund ist fromm.- Doch mit EntsetzenUnter den Rosen seh' ich schonDie Schlangen, die mich einst verletzenMit falschem Kuß, mit süßem Hohn.
Die Sehnsucht treibt. — Ich muß mich näh'renDem holden, unheilschwangern Ort —
Schon kann ich ihre Stimme hören —
Klingende Flamme ist ihr Wort.
Sie fragt: „Monsieur, wie ist der NameDer Sängerin, die eben sang?"
Stotternd antworte ich der Dame:
„Hab' nichts gehört von dem Gesang".