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Neue Gedichte
Seite
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Heine! Nene Gedichts,

11.

Es drängt die Not, es läuten die Glocken,Und ach! ich Hab' den Kopf verloren!Der Frühling und zwei schöne Augen,Sie haben sich wider mein Herz verschworen.

Der Frühling und zwei schöne AugenVerlocken mein Herz in neue Bethörung!Ich glaube die Rosen und NachtigallenSind tief verwickelt in dieser Verschwörung.

12.

Ach, ich sehne mich nach Thränen,Liebesthränen, schmerzenmild,

Und ich fürchte, dieses SehnenWird am Ende noch erfüllt.

Ach, der Liebe süßes ElendUnd der Liebe bittre LustSchleicht sich wieder, himmlisch quälend,In die kaum genes'ne Brust.

13,

Die blauen FrühlingsaugenSchaun aus dem Gras hervor;Das sind die lieben Veilchen,Die ich zum Strauß erkor.

Ich pflücke sie und denke,Und die Gedanken all,

Die mir im Hcrzen seufzen,Singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sieLautschmetternd, daß es schallt;Mein zärtliches GeheimnisWeiß schon der ganze Wald.