Atta Troll,
Als er das Gedicht gelesenVon des Rolands Rasereien,
Das Ariosto unterthänigSeiner Eminenz gewidmet.
Ja, Varnhagen, alter Freund,
Ja, ich seh' um deine LippenFast dieselben Worte schweben,Mit demselben feinen Lächeln.
Manchmal lachst du gar im Lesen!
Doch mitunter mag sich ernsthaftDeine hohe Stirne furchen.Und Erinnrung überschleicht dich: —
„Klang das nicht wie Jugendträume,Die ich träumte mit ChamissoUnd Brentano und FougueIn den blauen Mondscheinnächten?
„Ist das nicht das fromme LäutenDer verlornen Waldkapelle?
Klingelt schalkhaft nicht dazwischenDie bekannte Schellenkappe?
„In die NachtigallenchöreBricht herein der Bärenbrummbaß,Dumpf und grollend, dieser wechseltWieder ab mit Geisterlispeln!
„Wahnsinn, der sich klug gebärdet!Weisheit, welche überschnappt!Sterbeseufzer, welche plötzlichSich verwandeln in Gelächter!". . .
Ja, mein Freund, es sind die KlängeAus der längst verschollnen Traumzeit;Nur daß oft moderne TrillerGaukeln durch den alten Grundton.
Trotz des Übermutes wirst duHie und dort Verzagnis spüren —
Deiner wohlerprobten MildeSei empfohlen dies Gedicht!
Hätte. Atta Troll, ö ^