Druckschrift 
Atta Troll : ein Sommernachtstraum
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

gg Heinr!ch Heine.

Er beschattet eine Hütte,Die verschämt sich in der ErdeHalb versteckt; wie furchtsam flehendSchaut dich an daS arme Strohdach.

Hie Bewohner dieser HüttsSind Cagotenfl ÜberbleibselEines Stamms, der tief im DunkelnSein zertretnes Dasein fristet.

In den Herzen des BaskesenWürmelt heute noch der AbscheuVor Cagoten. Düstres ErbteilAus der düstern Glaubenszeit.

In dem Dome zu BagneresLauscht ein enges Gitterpförtchen;Dieses, sagte mir der Küster,

War die Thürs der Cagoten.

Streng versagt war ihnen ehmalsJeder andre Kircheneingang,

Und sie kamen wie verstohlenIn das Gotteshaus geschlichen.

Dort auf einem Niedern SchemelSaß der Cagot, einsam betend.Und gesondert, wie verpestet,

Von der übrigen Gemeinde.

Aber die geweihten KerzenDes Jahrhunderts flackern lustig,Und das Licht verscheucht die bösenMittelalterlichen Schatten!

Stehn blieb draußen der Laskaro,Während ich in des CagotenNiedre Hütte trat. Ich reichteFreundlich meine Hand dem Bruder.

i Überreste eines als unrein von der menschlichen Gesellschaft ausgestoßenenUrVolks (Cagot von eanis 6otbus). Sie finden sich in Südfrankreich undSpanien, haben gelbliche Hautfarbe und gelten für aussätzige Kretins.