Drilles Buch. Hebräische Melodie».
„Hier und da taucht auf zuweilenEin zerlumpter Knecht der Wüste,Der sein höckriges KamelIn dem hohen Grase weidet.
„Auf den edlen Höhen Zions,Wo die goldne Feste ragte,
Deren Herrlichkeiten zeugtenVon der Pracht des großen Königs:
„Dort, von Unkraut überwuchert,Liegen nur uoch graue Trümmer,Die uns ansehn schmerzhaft traurig,Daß man glauben muß, sie weinten.
„Und es heißt, sie weinten wirklichEinmal in dem Jahr, an jenemNeunten Tag des Monats Ab > —Und mit thronend eignen Augen
„Schaute ich die dicken TropfenAus den großen Steinen sickern,Und ich hörte weheklagenDie gebrochnen Tempelsäulen."
Solche fromme PilgersagenWeckten in der jungen BrustDes Jehuda ben HalevySehnsucht nach Jerusalem.
Dichtersehnsucht! ahnend, träumendUnd fatal war sie, wie jene,
Die auf seinem Schloß zu BlaysEinst empfand der edle Vidam
Messer Geoffroi Nudello,
Als die Ritter, die zurückAus dem Morgenlaude kehrten,
Laut beim Becherklang beteuert:
) Am neunten Tag des Monats Ab ( der in unfern Juli und August fällt)ward 586 v 0hr. und 70 n. Chr. Jerusalem zerstört und 135 den Judendie letzte wichtige Stadt Belhar entrissen2 von vieeäomums, Statthalter, Verwalter.
Teine. Nomanzero. 8