Zwntes Buch. Lamentationen. 87
Der Tulpe fehlt der Duft, Es heißt am Rhein:
Auch Ehrlich stahl einmal ein Ferkelschwein.
Hätte Lucretin sich nicht erstochen,
Sie war' vielleicht gekommen in die Wochen.
Häßliche Füße hat der stolze Pfau.
Uns kann die amüsant geistreichste FrauManchmal langweilen wie die HenriadeVoltaires, sogar wie Klopstocks Messiade.
Die bravste, klügste Kuh kein Spanisch weiß,Wie Maßmann kein Latein — Der MarmorsteißDer Venus von Canova ist zu glatte,
Wie Maßmanns Nase viel zu ärschig platte.
Im süßen Lied ist oft ein saurer Reim,Wie Bienenstachel steckt im Honigseim.
Am Fuß verwundbar war der Sohn der Thetis,Und Alexander Dumas ist ein Metis
Der strahlenreinste Stern am Himmelzelt,
Wenn er den Schnupfen kriegt, herunterfällt.
Der beste Äpfelwein schmeckt nach der Tonne,Und schwarze Flecken sieht man in der Sonne.
Du bist, verehrte Frau, du selbst sogarNicht fehlerfrei, nicht aller Mängel bar.
Du schaust mich an — du fragst mich, was dir fehle?Ein Busen, und im Busen eine Seele.
8.
Fromme Warnung.
Unsterbliche Seele, nimm dich in acht,
Daß du nicht Schaden leidest,
Wenn du aus dem Irdischen scheidest;
Es geht der Weg durch Tod und Nacht.
Am goldnen Thore der Hauptstadt des Lichts,Da stehen die Gottessoldaten;
2 Nötig — Mestize.