Heini: Nomaiizew,
Manchmal kommt mir in den SinnNach Amerika zu segeln.
Nach dem großen Freiheitstall,Der bewohnt von Gleichheitsflegeln —
Doch es ängstet mich ein Land,Wo die Menschen Tabak kauen,
Wo sie ohne König kegeln.
Wo sie ohne Spucknapf speien,
Rußland, dieses schöne Reich,
Würde mir vielleicht behagen,
Doch im Winter könnte ichDort die Knute nicht ertragen.
Traurig schau' ich in die Höh',Wo viel tausend Sterne nicken —
Aber meinen eignen SternKann ich nirgends dort erblicken.
Hat im güldnen LabyrinthSich vielleicht verirrt am Himmel,Wie ich selber mich verirrtIn dem irdischen Getümmel.
Altes Lied.
Du bist gestorben und weißt es nicht,Erloschen ist dein Augenlicht,
Erblichen ist dein rotes Mündchen,
Und du bist tot, mein totes Kindchen.
In einer schaurigen SommernachtHab' ich dich selber zu Grabe gebracht;Klaglieder die Nachtigallen sangen,Die Sterne sind mit zur Leiche gegangen.
Der Zug, der zog den Wald vorbei,
Dort widerhallt die Litanei;
Die Tannen, in Trauermänteln vermummet,Sie haben Totengebete gebrummet.