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Romanzero
Seite
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Heine: Rommizcw,

Fröhlich bechert mit der BlumsKastilian'scher Ritterschaft —

Jenes Tags saß dort Don PedroFinster stumm, und neben ihm,Strahlend stolz wie eine Göttin,Saß Maria de Padilla.

Hier am untern End' der Tafel,Wo wir heut' die Dame sehen,

Deren große LinnenkrauseWie ein weißer Teller aussieht —

Während ihr vergilbt GesichtchenMit dem säuerlichen LächelnDer Zitrone gleichet, welcheAuf besagtem Teller ruht:

Hier am untern End' der TafelWar ein leerer Platz geblieben;

Eines Gasts von hohem RangeSchien der goldne Stuhl zu harren.

Don Fredrego war der Gast,Dem der goldne Stuhl bestimmt warDoch er kam nicht — ach, wir wissenJetzt den Grund der Zögerung.

Ach, zur selben Stunde wurdeSie vollbracht, die dunkle Unthat,Und der arglos junge HeldWurde von Don Pedros Schergen

Hinterlistig überfallen,Und gebunden fortgeschlepptIn ein ödes Schloßgewölbe,

Nur von Fackelschein beleuchtet.

Dorten standen Henkersknechte,Dorten stand der rote Meister,Der gestutzt auf seinein Richtbeil,Mit schwermüt'ger Miene sprach: