Heine: Romanze:o.
Der Kranz ist mir vom Haupt genommen.Ich weiß es nicht, wie es gekommen;
Doch seit der schöne Kranz mir fehlt,
Ist meine Seele wir entseelt.
Es glotzen mich an unheimlich blödeDie Larven der Welt! Der Himmel ist öde,Ein blauer Kirchhof, entgöttert und stumm.Ich gehe gebückt im Wald herum.
Im Walde sind die Elfen verschwunden,Jagdhörner hör' ich, Gekläffe von Hunden;Im Dickicht ist das Reh versteckt,
Das thronend seine Wunden leckt.
Wo sind die Alräunchen? ich glaube, sie hallenSich ängstlich verborgen in Felsenspalten.Ihr kleinen Freunde, ich komme zurück,
Doch ohne Kranz und ohne Glück.
Wo ist die Fes mit dem langen Goldhaar,Die erste Schönheit, die mir hold war?Der Eichenbaum, worin sie gehaust,
Steht traurig entlaubt, vom Winde zerzaust.
Der Bach rauscht trostlos gleich dem Styxe;Am einsamen Ufer sitzt eine Nixe,
Todblaß und stumm, wie'n Bild von Stein,Scheint tief in Kummer versunken zu sein.
Mitleidig tret' ich zu ihr heran —
Da fährt sie auf und schaut mich an,
Und sie entflieht mit entsetzten Mienen,
Als sei ihr ein Gespenst erschienen.
Spanische Atridcn.
Am Hubertustag des JahresDreizehnhundertdreiundachtzig,Gab der König uns ein GastmahlZu Segovia im Schlosse.