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Romanzero
Seite
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Heine: Romanow,

Mit dem Uferland verkehrendNur durch Schiffe, Flöße, Brücken,Die auf Riesenpfählen ruhen;

Kleine Inseln bilden Furten.

Noch bevor die Sonne aufgingSetzten sich in Marsch die Spanier;Keine Trommel ward gerühret.

Kein Trompeter blies Reveille.

Wollten ihre Wirte nichtAus dem süßen Schafe wecken —(Hunderttausend IndianerLagerteil in Mexiko).

Doch der Spanier machte diesmalOhne seinen Wirt die Rechnung;

Noch frühzeit'ger aufgestandenWaren heut' die Mexikaner.

Auf den Brücken, auf den Flößen,Auf den Furten harrten sie,

Um den Abschiedstrunk alldortenIhren Gästen zu kredenzen.

Alis den Brücken, Flößen, Furten,Hei! da gab's ein toll Gelage!

Rot in Strömen floß das BlutUnd die kecken Zecher rangen —

Rangen Leib an Leib gepreßt,Und wir sehn auf mancher nacktenJndianerbrust den AbdruckSpan'scher Rüstungsarabesken.

Ein Erdrosseln war's, ein Würgen,Ein Gemetzel, das sich langsam,Schaurig langsam, weiter wälzte,Uber Brücken, Flöße, Furten.

Die Indianer sangen, brüllten,Doch die Spanier fochten schweigend;Mußten Schritt für Schritt erobernEinen Boden für die Flucht.