Crsteö Buch. Historien.
Sondern auch die toten, alten,Ausgestopften Dialekte.
Neuer Boden, neue Blumen!
Neue Blumen, neue Düfte!
Unerhörte, wilde Düfte,
Die mir in die Nase dringen,
Neckend, prickelnd, leidenschaftlich —Und mein grübelnder GeruchsinnQuält sich ab: Wo Hab' ich dennJe dergleichen schon gerochen?
War's vielleicht auf Regentstreet,In den sonnig gelben ArmenJener schlanken Javanesin,
Die beständig Blumen kaute?
Oder war's zu Rotterdam,
Neben des Erasmi Bildsäul',
In der weißen WaffelbudeMit geheimnisvollem Vorhang?
Während ich die neue WeltSolcher Art verdutzt betrachte,
Schein' ich selbst ihr einzuflößenNoch viel größre Scheu — Ein Affe,
Der erschreckt ins Buschwerk forthuscht,Schlägt ein Kreuz bei meinem Anblick,Angstvoll rufend: „Ein Gespenst!Ein Gespenst der alten Welt!"
Affe! fürcht' dich nicht, ich binKein Gespenst, ich bin kein Spuk;
Leben kocht in meinen Adern,
Bin des Lebens treuster Sohn.
Doch durch jahrelangen UmgangMit den Toten, nahm ich anDer Verstorbenen MonierenUnd geheime Seltsamkeiten.
Meine schönsten Lebensjahre,Die verbracht' ich im Kyffhäuser,