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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
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der Wunsch, der Symmetrie wegen, die Architektur des Wohnhauses auch auf dasOrangeriehaus so viel als möglich überzutragen, und daher kommt es. daß älterezu dieser Klasse gehörige Gebäude oft sehr unzweckmäßig erbaut, und die Fensterdurch breite Pfeiler, starke Säulen u. s. w. von einander gelrennt sind. Seitdemaußer Orangcriebäumcn auch andere Gewächse und hochstämmige Bäume als: Ca-suarinen, Melaleuken, Mctrosideren, Leptospcrmen, Camellien und meh-rere härtere Pflanzen vom Cap, den Canarischcn Inseln :c,, darin gepflegt werden sollen,reichen Gebäude, die in vorgedachtec Art erbaut sind, nicht mehr aus, und sind selbst alsbloße Orangcriehäuser nicht zu empfehlen. Sobald sie nur zur Aufbewahrung vonOrangeriebäumen und anderer, mit jenen eine gleiche Kultur und Pflege verlangen-den Gewächse, benutzt werden sollen, kann man sie gewissermaßen als eine besondereAbtheilung von Conservatorien betrachten, die eine andere Construkcion zuläßt.

Conservatorien die dazu bestimmt sind, exotische Gewächse aufzunehmen, solltenbillig in Ansehung ihrer Bauart von anderen Glashäusern nicht abweichen, d. H.nicht allein in der Fronte, sondern auch vom Dache Her Licht erhalten, und folglichmit Fenstern verschen sein. Bei härteren Gewächsen können die Fenster im Dacheweggelassen werden, wie denn überdies viele Qrangeriehäuscr auf diese Art erbautworden sind. Wenden wir uns zuerst, was Form und Anlage betrifft, zu solchenConservatorien, die nicht als Orangerkehäuser, wenigstens nicht vorzugsweise, dazubenutzt werden sollen, sondern dazu bestimmt sind, auch andere Gewächse zudurchwintern, so ist dabei Folgendes zu berücksichtigen. Gewächse dieser Art,besonders die höheren Baumgattungen, wohin Araukarien, Laurus, Arburus,Banksien, Pinus, Eugcnien, Proteen, Acacien u. s.w. zu rechnen sind, wer-den nicht gern in Töpfen oder Kübeln gezogen, sondern im Boden des Hauses in diefreie Erde gesetzt, können also auch während der Sommerzeit nicht von ihrer Stelleverrückt werden. Gewächsen, wie den in Rede stehenden, ist aber bei einer cr-höhctcn äußeren Temperatur der ungehinderte Zutritt der freien Luft und des Lichtesunentbehrlich, so wie es zu ihrem Gedeihen gereicht, wenn auch der Regen in denwärmeren Monaten sie treffen kann. Während dieser Zeit ist also eine Deckungdes Hauses nicht allein überflüssig, sondern selbst nachthcilig und zweckwidrig. Solange auf eine milde Luft zu rechnen ist, werden solche Häuser von allen Fen-stern befreit, und es bleibt nur das bloße Gerippe des Hauses stehen; die