Ueber den Heißkanal muß ein Brett gelegt werden, worauf man Töpfe mitErdbeeren, Bohnen oder dergleichen setzt.
Höchst selten wird man wohl ein eigenes Haus für Feigentreiberei erbauen;ist dies aber der Fall, so erhält es dieselbe Form wie das Kirschhaus. In derRegel werden Feigen nur nebenher in Töpfe gepflanzt die irgenwo in einemandern Treibhause ihr Unterkommen finden, da diese Früchte zu ihrem Gedeihennicht viel Sonne erfordern, sondern im Gegentheil den Schatten lieben.
ä. Von Häusern, worin Bohnen, Erdbeeren und dergleichen getrieben werden.
Häuser dieser Art erhalten am zweckmäßigsten die in 48. .4. gezeichneteForm und werden 13 — 14 Fuß tief, und 12 Fuß hoch gemacht. Da es nö-thig ist, hier hinter den Stellagen, worauf die Töpfe stehen, herumgehen zu kön-nen, so ist eine Nische nicht schädlich und die flach liegenden Fenster reichen nurso weit, als das Gestelle sich erstreckt. Dies besteht aus etwa 6 — 7 Friß vonMittel zu Mittel stehenden Pfosten aus starkem Holze, die entweder in die Erdeeingegraben werden, oder besser und dauerhafter eine Schwelle erhalten, die aufeinem kleinen Fundamente ruht. Diese Pfosten erhalten einen doppelten Einschnittneben einander und die nach der Himcrwand zu stehenden werden höher als die,welche vorn der Glaswand nahe stehen. In die Einschnitte dieser Pfosten wer-den, nach der Neigung der flachlicgenden Fenster und mit solchen parallel, Qucer-hölzer von 2 — 3 Zoll starken und 12 Zoll breiten Bohlen gelegt, welche hori-zontale Einschnitte von so viel Breite erhalten, daß ein Blumentopf darauf stehenkann, also etwa 9 Zoll. In diese Einschnitte oder Absätze, wie man sie nennenwill, werden in jeden 2 starke Latten eingelassen, welche von einer Bohle zur an-dern reichen und worauf die Töpfe mit den Pflanzen gesetzt werden. In HZ.48. v. ist diese Vorrichtung perspcctivisch und nach einem größeren Maaßstabegezeichnet, a a sind die vorderen, d d die Hinteren Pfosten, c c die Quecrbohlen,welche in den Einschnitten parallel mit den Glasfcnstcrn liegen, es « 5 die Absätzeund ZA Vertiefungen, in welche die Latten und i l gelegt werden, woraufalsdann der ganzen Länge nach Töpfe mit Pflanzen gestellt werden. Die Pfostenerhalten, wie aus der Zeichnung zu ersehen, Löcher p, von etwa I Zoll im Durch-messer, wodurch eiserne Bolzen n gesteckt werden, worauf die Quecrbohlen ru-