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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
Entstehung
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den Ständern a unterstützten Rahmen abgefangen wird, als vielmehr, damit dieSparren der hintern Bedachung nicht eine gar zu steile Richtung erhalten, wie beiganz kurzen Stichbalken der Fall sein würde. Will man die Kosten für die Pfei-ler ersparen und kommt es nicht darauf an, daß auch die Hinterseite des Hausesnur einigermaßen ein gutes Ansehen behält, so kann man die Stichbalken auchübertreten lassen und mit einem Vorschlagebrctt verschen, wie aus b'-P. 46. L.zu ersehen ist. Bei der Tiefe des Hauses von 13 Fuß wird die Sparrcnlängeohngefähr 15 — 16 Fuß, und da eben so lange Fensterrahmen nicht dauerhaftsind, so sind gebrochene Fenster hier vorzüglich anzurathcn. Ucbrigcns bleibt dieKonstruktion dieser Häuser der bei den vorbeschriebcncn Häusern gleich.

Ein zum frühen Trieb bestimmtes Pfirsichhaus darf, wenn es mit einem Ofengcheitzt werden soll, die Länge von 3V — 46 Fuß nicht übersteigen und kannnur 8 — 9 Fuß breit und etwa 12 Fuß hoch werden. Bei Häusern dieserArt müssen die senkrecht stehenden Fenster wegfallen und die Brustwehr nicht über18 Zoll hoch werden, worauf die schrägliegcndcn Fenster unmittelbar aufstehen, sodaß das Gebäude ohngefähr die Figur des Traubcnhauses, 44, erhält, nur mitdem Unterschiede, daß man die Hintere Nische wegläßt, welches bei der angegebe-nen geringen Tiefe von 8 — 9 Fuß leicht ausgeführt werden kann.

Als zweckmäßiger zum frühen Treiben wird folgendes Haus, 47, em-pfohlen. Die Länge desselben sei 46 Fuß, die Breite 8 Fuß, die Höhe 12 Fuß.Die Fenster liegen, wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, in 2 Ebenen, wovondie untere gegen den Horizont einen Winkel von 75° macht. Der Kanal laufelängs der Vordcrwand und das Spalier stehe zwischen diesem und der Hinter-fronte. Die Fenster können entweder zum Schieben oder zum Aufklappen einge-richtet sein, jederzeit muß die Vorrichtung so getroffen werden, daß das Hausviel Luft erhalten kann.

v. Vom Kirsch- u I1 d F e i g en h a u se.

Ein Kirschhaus kann jede Art von Form erhalten, und wird gewöhnlich so,wie b'lg. 46. nachweiset, erbaut. Am häufigsten wird ein solches Haus dergestaltbenutzt, daß die Vorderseite mir Zwcrgkirschen, Aprikosen und Feigen besetzt, dieHinterseite aber als Spalier für Kirschbäume eingerichtet wird.