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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
Entstehung
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a. Vom T r a u b « n h a u s e.

Zur früheren Zckcigung der Trauben werden die Reben häufig nur an einergegen Süden belegenen Mauer gezogen und mittelst angelegter Fenster geschützt,so daß hier die beschleunigte Reife der Früchte nur durch Sonnenwarme hervor-gebracht wird. Von diesen Anlagen, die ohnehin sehr einfach sind, kann hiereigentlich die Rede nicht sein, und cS wird genügen, zu bemerken, daß es noth-wendig ist, den Fenstern eine möglichst steile Lage zu geben und die Pflanzennahe an dem Glase hinzuziehen.

Anlagen dieser Art werden vorzugsweise Sonnenwände genannt. Eine Ver-besserung dieser Mauern, wodurch sie sich den gewöhnlichen Glashäusern nähern,besteht darin, daß man in der Mauer selbst einen Kanal anbringt, der geheitztwerden kann. In diesem Falle macht man aber eine solche Wand nicht längerwie 30 Fuß, läßt den Kanal ohngefähr 14 Fuß vom Boden hoch anfangen,führt ihn bis zum andern Ende der Mauer, allenfalls mit einer geringen Neigungfort, so daß er seine Lage am Ende nur etwa 1 Fuß höher erhält, läßt ihn hiersenkrecht in die Höhe gehen und leitet ihn über den unteren Kanal wieder biszur Feuerung und in den Schornstein zurück. Sollen die Trauben aber in or-dentlichen Glashäusern zur Reife gebracht werden, so kommt es darauf an, ob dieErndten früher oder später im Jahre geschehen sollen. Wird das Haus zum frü-hen Treiben eingerichtet, so kann die Breite des Hauses 10 — 11 Fuß und dieHöhe 13 — 14 Fuß betragen; zur Länge aber, wenn das Haus nur von einen,Ofen geheitzt werden soll, 30 — 40 Fuß angenommen werden. Am zweckmä-ßigsten ist es, wenn ein solches Haus gar keine senkrecht stehenden Fenster in derVorderwand erhält, sondern die Dachfenster unmittelbar auf der etwa 18 Zoll ho-hen Plinthe ruhen. Ein zum späteren Treiben bestimmtes Haus kann bis 50Fuß lang, 14 Fuß breit und 15 — 16 Fuß hoch werden. Ist ein solches Hausmit senkrechten Fenstern versehen, so dürfen diese, incl. Plinthe, nicht höher wie5 Fuß werden, da unter dem Winkel, welchen die Fenster mit einander bilden,selten Früchte wachsen, mindestens doch nicht so gut gedeihen, wie unter den ab-hängig liegenden Fenstern.

Auch die Art und Weise, wie die Weinstöcke gepflanzt werden, ob solchenämlich mit ihren Wurzeln innerhalb des Hauses zu stehen kommen, oder ob sie