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lcn abhangt, und Gott sich seines Willens, wie aller seinerWerke, bewußt ist, und in Eröffnung desselben nicht täuschenkann. Aber hat sich darüber seine Offenbarung so erklärt?Nirgends! Ganz und gar nirgends, weder im Alten nochim Neuen Testament. Vielmehr ist uns deutlich gesagt, daßwir die Dauer, oder die Zeit des Welt-Endes nicht wissensollen. Marc. XIII. 32. Apostgs. I. 7. I. Thcss. V. 1. 3.I. Pxtr. III. 10. u. s. w. Ungewiß also sollen wir darüberbleiben, immer aber in der Erwartung stehen, daß der großeZeitpunkt jederzeit unvcrmuthet kommen und nahe seyn kann.So betrachteten auch die Apostel unseres Herrn, Paulus, Pe-trus, Johannes, die Sache. Und so lehrten sie und schriebenvon der großen Zukunft des Herrn als einer nah e n. Und esist bei Manchen Stellen fast nicht zu zweifeln, daß sie, nachder Ungewißheit über den Zeitpunkt, worin sie der Herrmit Fleiß und weislich gelassen hatte, die große Katastro-phe noch zu ihren Lebzeiten vermutheten. Nie aber sag-ten, oder schrieben sie — so und so viel, oder so wenigJahre — so kurz, oder so lang ist's noch bis dahin.Die Bibel stände auch in der That mit sich selbst, das heißt,mit ihren anderweitigen Aussprüchen, und mit ihrem Zweckedabei, im Widerspruch, wenn sie irgendwo bestimmt gesagt,oder auch nur durch sichere Fingerzeige und auflösbare Räth-sel sicher zu ergründen, oder zu erklügeln gegeben hätte, dieWeltzeit werde nicht früher und nicht später, als ucnw mit7000 Jahren zu Ende gehen.
Die alte Meinung von dieser Dauer, welche freilich vielenKona llcls als eine gewisse Wahrheit gegolten hat, undmanchen noch so gelten mag, verdankt ihren Ursprung einersonderbaren Bibeldeutung, da mau — wie in der jüdischen undauch christlichen Cabbalistir und Talmudik oft geschehen ist —in der besten Meinung, selbst aus heiliger Ehrfurcht füx dieBibel, und also aus religiösem Sinne, Stellen aus ihrem Zu-