Druckschrift 
1 (1825) Beobachtungen über der Sternschnuppen
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

sonders die Beobachtungen in Neisse und Gleiwitz zahl-reiche correspondirende geliefert haben. Und eben so vielDank bin ich Hrn. Lieutenant von Prittwitz in Ber-lin, Hrn. Krzyzanowsky in Cracau und Hrn. Di-,Heilborn in Brieg schuldig, wenn gleich ihre Beobach-tungen nicht zu Resultaten geführt haben.

Die ersten Beobachtungen im April und Mai trafenin eine sehr ungünstige Periode; denn nicht nur war dieWitterung so unfreundlich und rauh, daß es auch mir unddenen, die mich begleiteten, höchst beschwerlich ward, aufdem Dache der Sternwarte, ganz im Freien, zwei Stun-den auszudaucrn, sondern der Himmel war auch meistenstheilweisc bewölkt, so daß man besorgen mußte, die Wolkenhinderten andre, entfernte Beobachter, die Erscheinungen zusehen, die wir sahen, und überdies war die Anzahl derSternschnuppen geringe.

Ich lasse hier das Vcrzeichniß der in diesen Monatenbeobachteten Sternschnuppen folgen, welches wenigstens zei-gen kann, daß selbst unter ungünstigen Umstanden die An-zahl dieser Meteore noch erheblich genug ist; nur an denAbenden, wo der Himmel zum Theil mit Wolken bedecktwar, wurden zuweilen so wenige gesehen, daß ich wohl dieBeobachtungen hätte abbrechen mögen, wenn ich es nichtfür Pflicht gehalten hatte, das den Mitbeobachtern gegebeneWort nach besten Kräften zu erfüllen.

Die Zahl der in der ersten Periode gesehenen war:am 8 April in Breslau 2 kleine,am 9 April in Breslau 1 kleine,am 10 April in Breslau 13, worunter nur eine ziemlich