Untersuchungen
über die Entfernung und die Bahnen derSternschnuppen.
Bemerkungen über den Zweck > den man sich bei der Beobachtung derSternschnuppen vorsetzen kann,
Obgleich es einleuchtend ist, daß bloß geometrischeBestimmungen keinesweges hinreichen/ um uns über dieNatur der Meteore, welche unter dem Namen der Stern-schnuppen allgemein bekannt sind, zu belehren, so läßt sichdoch auch leicht übersehen, daß diese geometrischen Bestim-mungen nothwendig die Grundlage zu weiteren Untersuchun-gen geben müssen, und daß ohne sie an eine nähere Kennt-niß des wahren Ursprunges dieser Erscheinungen nie gedachtwerden kann. So lange man noch glaubte/ daß die Stern-schnuppen sich in geringen Höhen über der Erde befändenund es als eine merkwürdige Bereicherung unsrer Kennt-nisse ansah, daß Brydone sie auf dem Gipfel des Aetnaüber sich gesehen hatte, war es erlaubt zu fragen/ ob sienicht gewissen Gegenden der Erde eigenthümlich wären, obsie aus den aufsteigenden Dünsten entstehen könnten u. s. w.;aber sobald wir dazu gelangten zu wissen/ daß sie sich weitoberhalb der Wolkenrcgion zeigen, und daß sie vielleicht niein der Luftschichte vorkommen, wo sich Wolken bilden,konnte jene Meinung von ihrem Zusammenhänge mit ört-lichen Zufälligkeiten nicht mehr bestehen/ und es läßt sichleicht einsehen, daß nähere Kenntniß der Höhe/ wo sie ent-stehen und verschwinden/ auch ferner beitragen wird/ wenig-st