stcns manche Irrthümer zu berichtigen und folglich die Ent-deckung ihrer wahren Natur zu erleichtern.
Beobachtungen, die dazu wahrhaft dienen sollen, müssennun freilich immer mehr leisten, je weiter unsre Kenntnisseschon berichtiget sind. Als ich im Jahre 1793 mit Ben-zcnberg Beobachtungen anstellte, war es völlig hinreichend,daß nur für einige Sternschnuppen die wahre Höhe be-stimmt wurde, indem dies einen bis dahin durchaus nieuntersuchten Gegenstand in ein schon viel helleres Licht setzte,die Meinung, daß sie der dichteren Atmosphäre angehörten,völlig widerlegte, und uns über ihre Größe, ihre ungemcineSchnelligkeit, ja selbst darüber, daß sie nicht so sehr seltensind, zuerst einigermaßen belehrte. Jetzt, nachdem wir die-ses wissen, kann es nur einen geringen Nutzen haben, nochvon einigen Sternschnuppen ihren Abstand von der Erde zubestimmen, sondern es wird jetzt nöthig, an die bis dahinbekannten Erfahrungen Fragen anzuknüpfen, und wo mög-lich die Beobachtungen so anzuordnen, daß sie zur Beant-wortung dieser Fragen dienen.
Solche Fragen boten sich allerdings mehrere dar. DieBeobachtungen hatten gezeigt, daß diese Meteore an man-chen Abenden häusig, an andern selten sind, ja daß aneinem und demselben Abende zu einer Zeit mehrere Stern-schnuppen schnell nach einander gesehen werden, statt daßdann wieder lange Zwischenzeiten hingehen, ohne auch nureine dieser Erscheinungen zu zeigen; es ließ sich also mitRecht fragen, ob jene sich schnell folgenden Erscheinungen inderselben Höhe entstehen, und Folge einer gemeinschaftlichenUrsache sein können, für deren Wirksamkeit dann die Be-obachtungen die räumlichen Grenzen angeben würden. —Wir glaubten bemerkt zu haben, daß die größern Stern-schnuppen die entfernteren wären, und es müßte also ent-