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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
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Manche auf den künstlichen Ban der Schlüssebasirte Behauptung, ward von Diesem oder Jenemfür unumstößlich wahr gehalten; ward ihm aber inder Folge Pier ulisurckum widerlegt. Der solcher-maßen Bekehrte sah dann allemal ein, daß seinehemalig falsches Dafürhalten auf einem dunklen,verworrenen Denken beruhte, welches (Denken)er aber ehedem für ein klares, geordnetes Den-ken hielt. Wer kann es daher irgend Einem un-ter uns verbürgen, daß nicht auch ihm dasjenige,das ihm aus klarem, geordnetem Denken hervorzu-gehen scheint, als aus dunklem, verworrenem Den-ken gezeugt einst nachgewiesen werden möchte? Daßnicht über kurz oder lang das von ihm für unbezwei-felt wahr Gehaltene, ihm als absurd oder falschmöchte dargelegt werden? Ist denn daher unser ver-meintlich Gewisses, Sicheres, wohl mehr, alsJinJnterimSgewisses, auf so lange nur gültig, inErmanglung eines Bessern, als jenes vermeintlichGewisse nicht als ein Absurdes erwiesen ist?Mäßiget eure Anmaßung, euern Dünkel, ihr strengeDemonstrirenden! Der Demonstration zu Liebe,alles Gefühl ersticken, des Lebens Poesie, die Wonneder Ahnung, hinwegbannen, wahrlich! das heißthohes Spiel gespielt!