tivirt ist nemlich im Befriedigen der mit Realisi-ning der Zcugungsfunktion verbundenen Lust; ebenso ist (die geistige Sphäre am Menschen betrachtet)der Akt des Philosophirens in sich selbst mv ti-virt, nemlich im Befriedigen des mit Realisirungder Funktion des Wahrheitssinnes verbundenen Stre-bcns, und eben so ist der Akt des Dichtens so wiedes Kunsttreibcns in sich selbst motivirt, nem-lich im Befriedigen des mit Realisirung der Funk-tion des Schönheitssinnes verbundenen Entzückens ").
5) Aus der telcologischcn Schule kleben uns häufig nochfixe Ideen cm, wornach wir, dem Naturtrcibcn über-haupt, und den einzelnen Naturaktionen insbesonderegewisse Zwecke und Absichten unterschiebend, geneigtsind, die Folgen der Handlungen als deren Zweckezu betrachten. Diesem gemäß legen wir manchenHandlungen, die den Grund ihres Ausgeübtwerdensdoch in sich selbst haben, ganz fälschlich Zwecke bei,die außerhalb solcher Handlungen liegen. So zB. sagen wir: Der Zweck der Begattung sey Ver-mehrung. Sehen wir jedoch hier von aller teleologi-schcn oder ähnlichen Hypothese ab, und sprechen bloßdem reinen Resultate der Erscheinung gemäß, so müs-sen wir sagen: Vermehrung der Gattung ist zwarFolge der Begattung; die Begattung ist Zwar beider höhern Thierspezies für Vermehrung eine comk--»o»,- daraus folgt aber nicht, daß Ver-mehrung der Zweck beim Vollbringen der Begattungsey; vielmehr manifestier sich die Begattung als eineautonom in sich jelbst begründete -mtimi, als eineHandlung, die unmittelbar keinen Zweck außer sich