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möglich, sich, in der Erfindung, Anordnung undAusführung, jener behaglichen Ruhe und Vorliebefür seinen Gegenstand hinzugeben, aus welchem al-lein jener Enthusiasmus, jene Begeisterung und En-tast entspringen, die, um Klassisches zu schaffen,so wesentlich crfodert werden. Die Früchte unsererZeit sind, im Durchschnitt, übereilte Frühgeburten.Wer nun Klassisches produziren will, der muß sichüber jene unbilligen Anforderungen hinaussehen, undgroß genug seyn, es gelassen zu dulden, daß seinemWerke des Genies, die geisttödtende Kompilation,die trockne Tabelle, das abstoßende. Alles in Klas-sen und Unterabtheilungen zwangende, Namensregister,u. s. w., vorgezogen werde. — In dieser Hinsichtblühete dem Alterthum eine schönere Zeit!
Das Studium der Philosophie, oder besser(da es wohl nie eine abgeschlossene Philosophie ge-ben wird), die Uebung im Philosophiren, darumaufgeben, weil uns keine Hoffnung bleibt, je dasDaseyn Gottes, die Unsterblichkeit der Seele, dieNothwendigkeit des Daseyns, u. s. w. unumstößlichzu erweisen; — dieß hieße eben so viel, als: DasStudium der Mechanik aufgeben, weil es uns niegelingen möchte, den Mond mittelst eines Flaschen-zugs zu uus herab zu ziehen. — Warum philo-sophiren wir denn nun aber? Weil unser Gefühl