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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
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des Wahren in Thätigkeit geseht werden will; sowie uns zum Dichter- lind Künstler-Leben der un-widerstehliche Drang unsers Gefühls des Schönenhinzieht. Unser geistiges Thun, ist actio actio-nis causa.»

Der Hergang des Auf- und Nieder-Wogensan der Geisteskultur eines Volkes, gleichsam wieder-holend des einzelnen Pflanz- und Thier - Lebens steteFluktuation; jener Hergang bezieht steh wesentlichauf Folgendes: Die Geisteskultur beginnt mit glü-hender lebendig darstellender, aber regelloser, Dich-tung, mit künstlerischer Produktion, und nimmt all-mahlig Philosophie, so wie Wissenschaft, mit inihren (der Geisteskultur) Kreis auf, wo dann Poesieund Kunst zwar stufenweise an Korrektheit zuneh-men, zugleich aber an Schwung und Begeisterungverlieren. Indeß schreiten Philosophie und Wis-senschaft riesenmaßig fort; bis endlich die Werke derPoesie und Kunst,' vom philosophisch-wissenschaftli-chen Geiste beherrscht, zur phantasielos raisonnirtenForm erstarren, und zugleich das Wissen, so wiedie dem Philosophiren abgewonnenen ResultatS-SaHe, sich so Haufen, daß ein nothwendig gewor-denes aber Zeit- und Geist-tödtcndes Erlernenalles Denken, Dichten und Schaffen vereitelt,und solchergestalt, mit zugleich eintretender Sprach-