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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
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wissenschaftlichen Satzes, einen gewissen, oft sehrhohen, Grad der Bildung voraussetzt. Ein ge-wisser Grad der Bildung kann uns fähig machen,einem Satze zu huldigen; ein noch höherer Gradder Bildung kann uns fähig machen, einem frühergehuldigtcn Satze wieder abzuschwören.

Das Eigenthümliche der Völker neuererZeit, im Gegensatze zu jenen des Alterthums, bestehteben darin, nichts Eigenthümliches zu haben.Schon bei unserm ersten Erwachen aus der Bar-barei, pfropften wir weströmischen Geist auf denunsern; und, im Verfolge der Zeit, amalgamirtenwir uns mit Allem, dessen wir, aus Vergangenheit,aus gleichzeitiger Nähe und Ferne, am heterogen-sten Volksleben, nur irgend habhaft werden konnten.Der uns aus solchem Streben, Alles zu kennen,Alles zu benutzen, Alles nachzuäffen, in Alles unszu schmiegen, u. s. w., gewordene Geist, entsprichtnothwendig der Expansion, einem Ueberstromen insFremdartige, mit Hintansetzung unser Selbst, einemZuhauseseyn überall und nirgend, häufig einemFremdseyn bei uns selbst, u. s. w. Wir sehenhieraus, auf welch falschen, dem historischen Ent-wicklungsakte unsers Gewordenseyns zuwiderlausenden,Ansichten, die mancherlei seit Kurzem modischenAusrufe zu Volkstümlichkeit beruhen. Warum

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