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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
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Man muß wohl unterscheiden, zwischen evi-dent überzeugenden Motiven, und zwischenMotiven, die uns mehr oder weniger zu einer Af-firmation hinneigen. Letztere, einer ausschließ-lichen Achtung für erstere wegen, als gänzlich werth-los erklären, und so gleichsam den Menschen derbloßen Verstandeskrast preisgeben; dieß ließesich nur der erstorbenen Würdigungsfähigkeit desStubcnpedanten verzeihen, dem unbekannt mit dengeheimnißvoll verschlungenen Kollisionen an dem trü-gerisch vielgestaltcten Leben, die Kraft und Weiheeines richtigen Gefühles unbekannte Größen sind,die seine Algeber nicht zu entwirren vermag.

Wenn die Wahrheit einer Behauptung nichterwiesen ist durch ^ und nicht erwiesen ist durchso ist sie auch nicht erwiesen durch -5. R.So spricht der Verstand; anders aber ent-scheidet das uns durchs Leben hin leitende Gefühl.Die Aussage des Zeugen n an und für sich be-weise mir ein Faktum nicht, eben so die Aussage I>des Zeugen l, an und für sich; und dennoch könnendie Aussagen ^ -5- IZ mir besagtes Faktum erweisen.Worin liegt hier der Beweis? in der Gleichstemmigkeit der einzeln verhörten Zeugen; diese Gleich-stimmigkeit ist jedoch nur Beweis für das mich lei-tende Gefühl, welchem widersteht, anzunehmen,

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