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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
Seite
703
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Thätigkeit begriffen sind, entweder der Wissen,schaft und Philosophie, oder ober der Poesieund Kunst, oder endlich der Moral und Reli-gion, je nachdem, im Akte besagter Verarbeitung,das Gefühl des Wahren, oder aber jenes desSchönen, oder endlich jenes des Guten wesentlichpradominiren. Reine Mathematik und Logik,ferner lyrische Extase, endlich religiöse Ent-zückung, bilden die Kulminationspunkte be-sagtcr dreifacher Pradominanz.

Dem die Theorie anfeindenden Praktiker, deretwa meint, er habe der Theorie damit einen Vor-wurf gemacht, sie herabgesetzt, ihr wohl gar denGnadenstoß versetzt, indem er den Gemeinplatz desso leicht selbstzufriedenen Empirikers vorbringt, essey zwischen Theorie und Praxis eine große Kluft,der Theoretiker leiste oft nichts in der Praxis, Vie-les aus der Philosophie und Wissenschaft sey keinerpraktischen Anwendung fähig, u. s. w>; ist zu er-wiedern (nemlich dem Prakciker): Der unmittelbareZweck der Philosophie und Wissenschaft sey keines-wegs deren praktische Anwendung, sondern die Be-friedigung höherer Anforderungen des Menschen;was Philosophie und Wissenschaft der Praxis liefer-ten, seyen nicht die Philosophie und Wis-senschaft selbst, sondern seyen, sozusagen, nur