— 702 —
lich als Produkt des gegenwärtigen Zeitgeistes be-trachtet werden; jene Philosophie ist vielmehr anzu-sehen, als aus der Hellaszeit und der MittclalterS-Periode auf die Gegenwart herübergeschlagene Fun-ken, die denn auch aus dem Farbenspektro unsererZeitleuchte nicht selten grell abstechend, mit denübrigen Nüanzen in Disharmonie, hervorblitzen.
Mancher versteht unter Erziehen weiter Nichts,als eine fabrikmäßige Hirnbearbeitung, eine takt-und regel-mäßige Kopftortur, nach herkömmlicherWeise. Der sein Geschäft antretende Erzieher sol-chen Geistes, mag dann seine Prognose über denZustand des ihm Preisgegebenen, folgendermaßenausdrücken:
„Die Schule soll ihn schon dressiern,
„Und so, den Wildsiing civ'lisiren.
„Hat er ox omuiduz nur Uniinsntiam,
„Bringt man submissesi ihm auch U.evei-cmtiam."
Wenn mein Subjektives den, durch die Vor-stellung von einem Objektiven, zwischen Subjektivenund Objektiven eingeleiteten Rapport zur höhernIneinswerdung verarbeitet, so entspricht das Resul-tat solcher Verarbeitung (gleichsam höherer geistigerAssimilation), wobei allemal die Grundgefühle desWahren, Schönen undGuten in simultaner