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obbesagtem Bedürfnisse ein Genüge zn leisten, ent-weder: mit vorzüglicher Beziehung ans Wahrheitoder aber: mit vorzüglicher Beziehung auf Schön-heit, oder aber mit vorzüglicher Beziehung ausmoralische Güte"), und er philosophire, diesemgemäß im ersten Falle: vorherrschend reflektiv,im zweiten Falle: vorherrschend dichterisch, im drit-ten Falle: vorherrschend gefühl bewegt; wer kanndagegen wohl Etwas einwenden? -- Ehe ihr einHandeln tadelt, so fragt doch allemal erst nach demZwecke solchen Handelns; und mochtet ihr wohlgar den Zweck selbst tadeln, so begehrt doch erstdie Erlaubniß, euch in die Haut des Handelndenzu stecken. — Weil ihr hungrig seyd, und nachSpeise sucht, möchtet ihr darum Jene tadeln, diedürstend, einer Quelle nachspüren? — Laßt unsdaher jede Art des Philosophirens ehren, und stre-ben, in jede derselben uns hinein zu finden, in soferne des Menschen höhere Weihe glorreich sichdaraus verkündet, sey dieß nun: Unter der dreiver-schlungenen Graziengruppe des Wahren, Schönenund Guten, oder: unter dem blickgehefteten Stirn-
*) Ich sage: mit vorzüglicher, nicht mit aus schließ/lich er Beziehung; da Letzteres nicht möglich ist. Ver-stand, Phantasie, Gefühl sind immer zugleich thä-tig, nur kann das eine dieser drei Momente so pra-valiren, daß man es n ä h e r ungswci se als ein-zig in Rede stehend betrachten könnte.