Jenes Asstmiliren nun kann, unsern unzertrenn-lich in Simultanaktivität begriffenen Grundgefühlenfür Wahres, Schönes und Gutes gemäß, immernur zugleich in der dreifachen Rückficht vonWahr, Schön und Gut geschehen; und nur inso ferne, als der Zweck irgend eines PhilosophirenSdie harmonische Gesammtheit jener dreiMomente (Wahr, Schön, Gut) stets berücksich-tigt, darf ich sagen, daß solch ein Philosophirenden Zweck verfolge, dem höhern geistigen Bedürf-nisse des Menschen ein allseitiges Genüge zuleisten.
Dieser letztem Behauptung gemäß, muß nunzwar jene Art des PhilosophirenS, in welcher diedrei Grundgefühle für Wahres, Schönes, Gutesin simultane und harmonische Thätigkeit fortangesetzt werden, als jene Art des PhilosophirenS er-klärt werden, die dem Zwecke des PhilosophirenSauf die umfassendste Weise begegnet. Es kannaber hieraus nicht gefolgert werden, daß eben er-wähnte Art des PhilosophirenS die einzig gültige,die einzig nothwendige, sey. Denn, wer istwohl befugt, wer ist dazu berufen, mir vorzuschrei-ben, in wie ferne, und in welcher prädomini-renden Rücksicht, ich mir zum Zwecke machenmüsse, meinem höhcrn geistigen Bedürfnisse nachbesagter Subjektivirung ein Genüge zu leisten ? Habees sich irgend Einer einmal zum Zwecke gemacht,