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wird ein nur oberflächlich hingeworfener Blick indie Geschichte, und in die Verhältnisse um sich her,sowohl in der Nähe als in der Ferne, Jeden baldempirisch überzeugen, daß von einer wirklichen Hand-habung solch eines Richteramtes nichts wahrzuneh-men sey, daß vielmehr die vermeintlichen von einerfalsch verstandenen Vorsehung verhängt seyn sollendenStrafen, richtig gewürdigt, Ereignisse seyen, die bloßvon uns als Strafen singirt und für solche (wahrlich beiden Haaren hergezogen) ausgegeben werden; da ja, imDurchschnitte genommen, dem Bösen eben sowohlirdische Güter und Ehren zu Theil werden, als deinGuten, und für irdisches Gelingen wesentlich nur:Kraft, Muth, Geist, List, Verschmitztheit, Festig-keit und Konsequenz im Handeln, Kälte des Ge-fühls, klare Verstandesanstcht, u. s. w. den Aus-schlag geben, bei übrigens oft ungeheurer moralischerVerworfenheit. Wir bemerken, — wollen wir jaunbefangen dem Geschicke ins tückisch-launenhafteGesicht blicken, für den Bösen durchaus keine an-dere nothwendige Strafe, als die innere Peindes Gewissens, und für den Guten durchaus keinenandern nothwendigen Lohn, als die innere Wonnedes Gewissens; und wahrlich darf uns dieß nichtempören! wahrlich! es istsobiger Betrachtung gemäß)der Böse sehr zu bedauern, der Gute sehr zu beneiden!
Ganz unsinnig erscheint uns aber die weiteroben entwickelte, von Vielen angenommene, zugleich