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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
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Einiges über die Begriffsverworrenheit inunserer Würdigung fremder Handlungen.

Unsere Würdigung fremder Handlungen ist ge-wohnlich ein undeutlich ausgesprochenes, und hiedurchmeist nur schwach begründetes, Urtheil, daS wir,bei vernunftgemäffer Sichtung und Abwägung, häu-fig wieder zurücknehmen müßten. Unsere Würdigungberuht wesentlich auf einer dreifachen Basis, diewir bei jedem ausgesprochenen Lobe oder Tadel rechtklar vor Augen haben müssen , wenn wir entscheidensollen, in wie ferne unsere Aussprüche dem echtenVernunftwesen entsprechen oder nicht. Jene drei-fache Basis bezieht sich aber auf Folgendes: i° Aufunmittelbare Harmonie oder Disharmonie zwischen dergewürdigten Handlung und unserm moralischen Sinne,unserm Gefühle für Gutes; 2. Auf die Beurtheilungder Angemessenheit oder Unangemessenheit der gewür-digten Handlung, dieselbe auf einen gewissen Zweckbezogen, von welchem Zwecke wir fühlen, daß demselbennachzustreben sey; z° Auf Erhebung einer in einem ge-wissen Verhältnisse uns vorgeschrieben scheinendenHandlungsweise zur allgemeinen, jedem, auch demfremdartigsten Verhältnisse entsprechenden, Handlung«.