— öl —
als höchste Mansche Erscheinung hervortretendenMenschheit, die sich gleichfalls nur unter dem Bildestets von Neuem beginnender, nach dem Unendli-chen ringender, aber allemal wieder erlöschender Ent-würfe darstellt. Krystallinisches, Pflanzen und Thiere,sind in stetem Werden, in stetem Auf- und Nieder-Wogen, in stetem Zerfallen und Verschwinden be-griffen; eben so die Nationen; — die Krystallen-Pflanz- und Thier-Welt für sich selbst betrachtetaber, ist ein Beharrliches, eben so die Menschheit.Die Bedeutung dieser Beharrlichkeit ist das Be-harrlichseyn der Oszillation zwischen Plus- undMinus-Absolutum selbst; — die Bedeutung derVergänglichkeit an den einzelnen Erscheinungen istdie Veränderlichkeit des Standpunktes am oszilii-renden von Augenblick zu Augenblick.
Allein das endlose Anschmiegen des Endlichenan das Unendliche, verbunden mit der Unmöglich-keit einer einstmaligen Identisizirung beider, begrün-det nicht blos das oben ausgesprochene Gesetz end-losen Entwerfens neuer Bilder, und endlosen Er-löschens der zu gewissen Graden der Vollendung ge-langten Gebilde, als womit das empirisch erfaß-bare das historisch ausgesprochene Natur-lebcn außerhalb des Menschheitö-Geistescharakterisirt wäre; — es begründet jenes stete abernimmer bis zur Identisizirung hin führende An-schmiegen, eben so nothwendig, das Gesetz eines
D 2