absolutum, vermag ich nicht durch eigene Akti-vität in mir hervorzurufen, sondern bloß durchglaubige Hingebung an eine Offenbarung,wenn es doch eine solche gibt. — Es kann, wieich darthat, eine Offenbarung geben. Irgend einin der Wesenheit eines 15ns begründetes Können,das nicht in Aktion übergeht, deutet auf Beschran-kung hin, wird also, wenn jenes Tns das Plusab-solutum selbst ist, zur Absurdität. Konnte dasPlusabsolutum sich offenbaren, so hat cS sich auchgeoffenbaret; bcwicscnermaßen konnte es stch aberoffenbaren; also hat es sich geofsenbarct. Mirist Offenbarung ein nothwendiges Faktum.Ich vermag sie aber erwiesenermaßen bloß zu fastendurch glaubiges Hingeben (Glaube, Hoffnung, liebe);sperre mir daher den Weg zu jenem Fasten, durchdas der gläubigen Hingebung entgegengesetzte Ver-halten, ncmlich durch Vernunftwürdigung.— DerRationalismus stellt mir die Offenbarungals Faktum dar, das sich nothwendig zugetragenhat, und scheidet mir das zur Offenba-rung Gehörige von dem dazu nicht Gehörigenaus; der Rationalismus beweist mir aber selbst,daß er dann fernerhin im Ausnehmen des Geoffen-barten selbst in mein Selbstbewußtseyn nicht mehraktiv seyn darf, sondern seine Rolle mit demSupranaturalismuö dann zu vertauschenhabe; wenn er nicht zum Anti-Rationalismus wer-
Druckschrift
Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten