Druckschrift 
Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

den will. So viel über das Wesen der Reli-gion im Allgemeinen, und in philosophi-scher Hinsicht. Seit aber das Christenthumden Gott in mir gewecket, ist in jubelnder Ent-zückung, zum verklärten Wonuebilde, zur Apotheose,mir geworden, was ich, aus Starrheit des Den-kens, und aus Beschranktheit des Wortes, obenbloß als todte Sentenz auszusprechcn vermochte.Die Sprache, in der sich der Welt, und, durchsie, das Plusabsolutum mir gcoffenbaret hat, ist jene,die ich zu verstehen vermag; der Gegenstandder Offenbarung ist für mich, aus mir heraus,unerfaßbar, ist mir nur erfaßbar durch gläu-biges Erhorchen des vom Plusabsolutum mirgeoffenbarten Wortes. Was ist nun aber dießWort? Es ist das in oszillatorischer Form,in Naturform, ausgesprochene Wie undWas des supra-oszillatorischen, des überdem Naturganzen liegenden, Seyns.Unseres Heilands Lehre ist das, durch seine Erha-benheit, für den Jrdbefangenen Geist Unergründlichste,ist das ewige Räthsel, woran alle Menschenweiöheitscheitert; nichts destoweniger ist jene Lehre Jedemleicht verständlich, der mit gläubigem Gemüthedie herzbefriedigendcn Worte, wie sie der Heilandaussprach, in sich aufnimmt, und nicht einen bloßder Irdbefangenheit entsprechenden Sinn (entspre-chend unserm Grübeln) jenem Worte aufzudringen