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dem Redner gestattet seyn, aber sind es nim-mermehr dem Moralisten. — Noch will ichhier zeigen, daß meine Ansicht vom tugendhaften Han-deln, keineswegs dasselbe herabwürdige. Das-jenige, was manche Moralphilosophen unter mo-ralischer Freiheit verstehen, und das sie demMenschen zugestehen, nemlich die Fähigkeit, gegensinnliche Anlockung und irdischen Antrieb zu wollenund zu handeln, gestehe auch ich, in einem gewissenGrade, besonders durch das Gebeth unterstützt, demMenschen zu; ich kann aber jene Fähigkeit keines-wegs mit dem Nahmen einer moralischen Freiheitbelegen, sondern es erscheint mir eigentlich jene Fä-higkeit als eine moralische W ü r d e. Ja noch mehr!auf einer je höhern Stuft moralischer Würdeirgend ein Vernunstwesen steht, desto unfreiererscheint es mir; desto näher verwandt stelltsich mir seine herrliche Natur dar, mit der Wesen-heit des Absolutums selbst, welches Letztere jagänzlich unfrei ist, indem es, bei der seligenSelbstbeschanung, ja ewig nie ein Anderes, — alsdas Nou xlns ultra. aller Würde und Vollkom-menheit, in der Verklärung höchster Glorie, — zuerblicken vermag. Ja wahrlich gefesselt, würdevollgefesselt, ist der Sterbliche, dem die Wonne mo-ralischen SelbstcntzückenS je geworden; wer einmalin den Himmel geblicket, wie möchte der noch imStande seyn, der Lust des Staubes nachzulcchzen