hierdurch eines seligen Lebens, theilhaft werde... dObbesagtes Steigern meines Gefühls für Gutes wirdauch noch dadurch bewirkt, daß ich mir tugendhafteHandlungen Anderer als Beispiel vorhalte, undso, durch die würdigende Anschauung des Gutenin solchen Handlungen, mein eigenes Gefühlfür Gutes aufrege und stärke. Hier ist fol-gende wichtige Bemerkung zu machen: Insofernemich, bei vorgehaltenem Beispiel fremder tugend-hafter Handlungen, der Nachahmungstrieb zumtugendhaften Wollen und Handeln micbewcgt, istdurch diesen Umstand der Tugend Vortheil mei-nes Handelns vermindert, mit jenem Falle ver-glichen nemlich, wo ich, ohne jenen wahrend desWahlaktes mit ins Spiel getretenen Nachahmungs-trieb, als Resultat des Wahlaktes ein und das-selbe gewollt und gethan hatte als im ersten Falle;denn es ist mein Wollen und Handeln nur in demMaaße tugendhaft, als mein Gefühl für Gutesgesteigert seyn muß, um mich eine tugendhafteHandlung wollen und vollführen zu machen. —Der Moralist darf, streng genommen, um zutugendhaftem Handeln zu bewegen, sich nie ande-rer Mittel bedienen, als solcher, welche dieMotive pro und oontra klar vor Augen legen, und2° welche unmittebar und ausschließlich dasGefühl des Guten steigern; alle andernKunstgriffe zum Handeln zu bewegen, mögen wohl
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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
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