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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
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lasterhaft, so oft mein Wollen böse, lasterhast ist;es ist aber mein Wollen böse, lasterhaft, wenn das

durfte, wenn als Resultat meines Wahlaktes solch einWollen hervorgehen sollte, das mein Gefühl für Gu-tes befriedigt; es ist also jenes Wollen und Handelnum so tugendhafter, je mehrere und je kraftigere Mo-tive vorhanden sind, die sich wahrend meines Wahl-aktes bemühten, das Resultat meines Wahlaktes nacheinem solchgearteten Willen hinzuziehen, welcher meinGefühl für Gutes empört hätte. Hieraus folgt zugleicher Zeit, daß der Lohn mit dem Grade der Tu-gend steige und sinke.> Aehnlichen Betrachtungenunterliegen das Böse und die Strafe.

Als recht erscheint vor meinem Würdigungsvcr-Mögen jene Handlung, die entweder unmittelbar mitmeinem Gefühle für morglisch Gutes harmonirt, oder diemeiner Vernunft als geeignetestes Mittel ^ zu einemZweckes sich darstellt, welcher Zwecks mit meinem Ge-fühle für moralisch Gutes harmonirt, wozu überdießaber noch erfordert wird, daß die Vorstellung von derErreichung des Zweckes S durch das Mittel -L, daßjene Vorstellung mit meinem Gefühle für moralischGutes harmonirc. Im lctztcrn Falle kann es gesche-hen, daß ^ an und für sich mit meinem Gefühlefür moralisch Gutes disharmonier, hingegen alsMittel zu Erreichung des S gedacht, mit meinemGefühle für moralisch Gutes harmonirc, z.B. dieTodesstrafe u. f. w. Jede ethische Würdigungberuht endlich allemal auf einem ethischen Axiome.Was man ethisches Vernunftprincip nennt, ist eigent-lich immer nur ein durch Vernunftschlüsse abgeleiteterSatz, jedoch abgeleitet aus einem ethischen Axiome,nicht Vcrn unftaxiomc.