Lass den Heiland und die Juden,Spricht der Ritter, freundlich kosend.In der Ferne schwanken traumhaftWeiße Liljcn, lichtumflosscn.
Weiße Liljcn, lichtumflossen,
Blicken nach den Sternen droben. —Aber sage mir, Geliebte,
Hast du auch nicht falsch geschworen?
„Falsch ist nicht in mir, Geliebter,Wie in meiner Brust kein TropfenBlut ist von dem Blut der MohrenUnd des schmntz'gcn Judcnvolkcs."
Lass die Mohren und die Juden,Spricht der Ritter, freundlich kosend;Und nach einer MhrtcnlanbeFührt er die Alkadcntochtcr.
Mit den" weichen LicbesnctzenHat er heimlich sie umflochten!Kurze Worte, lange Küsse,Und die Herzen überflössen.
Wie ein schmelzend süßes BrautlicdSingt die Nachtigall, die holde;Wie zum Fackcltanze hüpfenFeuerwürmchen auf dem Boden.
In der Laube wird es stiller,Und man hört nur, wie verstohlen,Das Geflüster kluger MyrtenUnd der Blumen Athcmholen.
1) Wie mit