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Der Mai ist da mit seinen goldncn LichternUnd scidncn Lüften und gewürzten Düften,Und freundlich lockt er mit den weißen Blüthcn,Und grüßt ans tausend blauen Vcilchenangcn,Und breitet ans den blumrcich grünen Tcppich,Durchwcbt mit Sonnenschein und Mergenthau,Und ruft herbei die lieben Menschenkinder.Das blöde Volk gehorcht dem ersten Ruf;Die Männer ziehn die Rankinghoscn anUnd Sonntagsröck' mit goldnen Spiegclknöpfcn;Die Frauen kleiden sich in Unschuldweiß;
Jünglinge kräuseln sich den Frühlingsschnurrbart;Jungfrauen lassen ihre Busen wallen;Die Stadtpoeten stecken in die TaschePapier und Bleistift und Lorgnett', — und jubelndZieht nach dem Thor die krausbewcgte Schar,Und lagert draußen sich ans grünem Rasen,Bewundert, wie die Bäume fleißig wachsen,
Spielt mit den bunten, zarten Blümclcin,
Horcht ans den Sang der lust'gen Vögclein,Und jauchzt hinauf zum blauen Himmelszelt.
') Mit der Überschrift: ..Traumbilder, i tcr," 34. Blatt, vom 27. Mai 1822, abge-Neucr Cyklus. I," zuerst im „Gescllschas- I druckt.