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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Nacht lag aus meinen Augen,

Blei lag auf meinem Mund,

Mit starrem Hirn und HerzenLag ich im ' Grabcsgrnnd.

Wie lang' kann ich nicht sagen,

Dass ich geschlafen hall',

Ich wachte auf und hörte,

Wic's pachte an mein Grad.

„Willst du nicht anfstchn, Heinrich?

Der ew'gc Tag bricht an;

Die Tobten sind erstanden,

Die ew'gc Lust begann."

Mein Lieb, ich kann nicht anfstchn,

Bin ja noch immer blind;

Durch Weinen meine AugenGänzlich erloschen sind.

„Ich will dir küssen, Heinrich,

Vom Auge fort die Aacht;

Die Engel sollst du schauen,

Und auch des Himmels Pracht."

") Zuerst abgedruckt im „Gesellschafter/' I Anmerkung aus S. 137 zu Nr. 66 des bor«20. Blatt, bom 4. Februar 1322. Vgl. die stehenden Cukluö.

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