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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Mein Lieb, ich kann nicht aufstehn,Noch blutet's immerfort,

Wo du ins Herz mich stachest ^Mit einem spitz'gen Wort.

Ganz leise leg' ich, Heinrich,Dir meine Hand aufs Herz;

Dann wird es nicht mehr bluten,Geheilt ist all sein Schmerz.""

Mein Lieb, ich kann nicht aufstehn,Es blutet auch mein Haupt;

Hab' ja hineingcschosscn,

Als du mir wurdest" geraubt.

Mit meinen Locken, Heinrich,Stopf' ich des Hauptes Wund'/Und dräng' zurück den BlutstromUnd mache dein Haupt gesund.""

Es bat so sanft, so lieblich,Ich könnt' nicht widerstchn;Ich wollte mich erhebenUnd zu der Liebsten gchn.

Da brachen auf die Wunden,Da stürzt'" mit wilder MachtAns Kopf und Brust der Blntstrom,Und sieh! ich bin erwacht.

Das Herz wird nicht mebr'bluten,Das Herz wird dir gesund."

!>) ..Aus deine Kopfwund, Heinrich,

6) Und kühl' der Wunde Brand."

7) stürzt