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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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125
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Beim grausen Fluch, der meine Scel' belastet,Bei dem Gedanken, der stets in mir lebt,

Und um mich lebt, beschwör' ich euch. Erscheint!

<Ein Stern wird sichtbar im dunkeln Hintergrunde der Halle,bleibt stehn. Man hört eine Stimme singen.)

Erster Geist.

Mensch! Aus deines Wortes SchallStürmt' ich aus der Wotkcnhall','

Die der Dämmruug Hauch gebildet,

Die das Abcndlicht vergüldetMit Karmin und Himmelblau',

Dass sie mir ein Lusthans sei.

Zwar sollt' ich gehorchen nimmer,

Dennoch ritt ich auf dem SchimmerEines Sternlcins zu dir her;

Mensch! erfüllt sei dein Begehr.

Zweiter Geist.

Montblanc ist der König der Berge,

Die krönten schon längst seine Höh';

Auf dem Fclscnthron sitzend, im Wolkentalar,

Empfing er die Kron'^ von Schnee.

Wic'n Gurt umschnallt seine Hüft' ein Wald,

Seine Hand die Lawine hält;

Doch vor dem Fall mnss der donnernde ^ Ball

Still stehn, wenn's mir gefällt.

Des Gletschers rnhlos kalte Mass''

Sinkt tiefer Tag für Tag;

Doch ich bin's, der sie sinken lass',^

Und auch sie hemmen mag.

i) Lies; ich meine Wolkenhall',-) ilrone

I 4) Des Gletschers rubelos kalte MasseI b) lasse.