10,
Du sahst mich oft im Kampf mit jenen Schlingeln,Geschminkten Katzen und bebrillten" Pudeln,
Die mir den blanken Namen gern besudeln,
Und mich so gerne ins Verderben züngeln.
Du sähest oft, wie mich Pedanten hudeln,Wie Schcllenkappenträgcr mich nmklingeln,
Wie gift'ge Schlangen um mein Herz sich ringeln;Du sahst mein Blut ans tausend Wunden sprudeln.
Du aber standest fest gleich einem Thurme;Ein Lenchtthnrm war dein Kopf mir in dem Sturme,Dein treues Herz war mir ein guter Hafen.
Wohl wogt um jenen Hafen wilde Brandung,Nur wcn'ge Schiff' erringen dort die Landung,
Doch ist man dort, so kann man sicher schlafen.
11.
Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht;Ich mächt' mich rüstig in die Höhe heben,
Doch kann ich's nicht; am Boden mnss ich kleben,Umkrächzt, umzischt von eklem" Wnrmgczücht.
Ich möchte gern mein heitres Lebenslicht,
Mein schönes Lieb, allüberall umschweben,In ihrem selig süßen Hauche leben, —
Doch kann ich's nicht, mein krankes Herze bricht.
Ans dem gcbrochncn Herzen fühl' ich fließenMein heißes Blut, ich fühle mich ermatten,Und vor den Augen wird's mir trüb und trüber.
>) Mim"'"