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8.
Wie nahm' die Armnth bald bei mir ein Ende,Wüsst' ich den Pinsel kunstgerecht zu führenUnd hübsch mit bunten Bildern zu verzierenDer Kirchen und der Schlösser stolze Wände.
Wie flösse bald mir zu des Goldes Spende,Wüsst' ich auf Flöten, Geigen und KlavierenSo rührend und so fein zn mnsicicrcn,
Daß Herrn und Damen klatschten in die Hände.
Doch, ach! mir Armen lächelt Mammon Nie;Denn leider, leider! trieb ich dich allcinc,Brotloseste der Künste, Poesie!
Und ach! wenn Andre sich mit vollen HumpenZum Gotte trinken im Champagnerweine,
Dann muß icki dürsten, oder ich inuss — pumpen.
9.
Die Welt war mir nur eine Marterkammcr,Wo man mich bei den Füßen aufgehangenUnd mir gezwickt den Leib mit glühndcn ZangenUnd eingeklemmt in enger Eiscnklammcr.
Wild schrie ich ans vor namenlosem Jammer,Blntströme mir aus Mund und Augen sprangen, —Da gab ein Mägdlein, das vorbeigegangen,Mir schnell den Gnadenstoß mit goldnem Hammer.
Neugierig sieht sie zu, wie mir im KrämpfeDie Glieder zucken, wie im TodeskampfeDie Zung' aus blut'gcm Munde hängt und lechzet.
Neugierig horcht sie, wie mein Herz noch ächzet,Musik ist ihr mein letztes Todcsröchcln,
Und spottend steht sie da mit kaltem Lächeln.