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Die Liebe suchte ich auf allen Gasse»,Vor jeder Thüre streckt' ich aus die Hände,Und bettelte um gringc Liebesspcnde, —
Doch lachend gab man mir nur kaltes Hassen.
Und immer irrte ich nach Liebe, immerNach Liebe, doch die Liebe fand ich nimmer,Und kehrte um nach Hause, krank und trübe.
Doch da bist du' entgegen mir gekommen,Und ach! was da in deinem Aug' geschwommen,Das war die süße, langgcsuchtc Liebe.
An H. Str.
Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen,Da grüßen mir entgegen viel' vertraute,
Niel' goldnc Bilder, die ich weiland schauteIm Knabcntranm und in den Kindertagen.
Ich sehe wieder stolz gen Himmel ragenDen frommen Dom, den deutscher Glaube baute,Ich hör' der Glocken und der Orgel Laute,Dazwischen klingt's wie süße Licbcsklagcn.
Wohl seh' ich auch, wie sie den Dom umkletteru,Die flinken Zwerglein, die sich dort erfrechen,Das hübsche Blum- und Schnitzwerk abzubrechen.
Doch mag man immerhin die Eich' entblätternUnd sie des grünen Schmuckes rings berauben —Kommt neuer Lenz, wird sie sich neu belauben.
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