Druckschrift 
15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

Inwendig war es jämmerlich, nichtsnutzig,

Jedoch von außen voller Würdigkeit;

Von der Kourage sprach es lang und breit,

Und that sogar recht trutzig und recht stutzig.'Und weißt du, wer Das ist? Komm her und schau!"So sprach der Traümgott, und er zeigt mir schlauDie Bilderfluth in eines Spiegels Rahmen.Vor einem Altar stand das Männchen da,

Mein Lieb daneben, Beide sprachen:Ja!"Und tausend Teufel riefen lachend:Amen!"

5.*

Was treibt und tobt mein tolles Blut?Was flammt mein Herz in wilder-Gluth?Es kocht mein Blut und schäumt' und gährt,Und grimme Gluth mein Herz verzehrt.

Das Blut ist toll, und gährt und schäumt,Weil ich den bösen Traum geträumt: "Es kam der finstre Sohn der Nacht,

Und hat mich keuchend fortgebracht.

Er bracht' mich in ein Helles Haus,Wo Harfenklang und Sans und Braus,Und Fackelglanz und Kerzenschein;"

Ich kam zum Saal, ich trat hinein.

Heine's Werte. Bd. XV.

2) Mein Blut ist toll, die Flamme wild,

2) Wo Fackelglanz und Harfendrau^; 'Biel' dumpfe Stimmen schollen drein;