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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Und als ich" in die Grube schaut',Ein kalter Schauer" mich durchgraut;Uud in die dunkle Grabcsnacht"Stürzt' ich hinein, uud bin erwacht.

3.'

Im nächt'gcn Traum Hab' ich mich selbst geschaut,In schwarzem' Galafrack und scidncr Weste,Manschetten an der Hand, als ging's zum Feste,Uud Nor mir stand mein Liebchen, süß und traut.Ich beugte mich uud sagte:Sind Sie Braut?

Ei! ei! so gratulier' ich, meine Beste!"

Doch fast die Kehle mir zusammcuprcsstcDer langgezogne, vornehm kalte Laut.

Uud bittre Thräncn Plötzlich sich ergossenAus Liebchens Augen, uud in ThräncnwogcnIst mir das holde Bildnis fast zerflossen.

O süße Augen, fromme Liebesstcruc,

Obschou ihr mir im Wachen oft gelogen,

Uud auch im Traum, glaub' ich euch dennoch gerne!

4.^

Im Traum sah ich ein Männchen, klein uud Putzig,Das ging auf Stelzen, Schritte cllcuwcit,

Trug weiße Wäsche uud ein feines Kleid,Inwendig aber war es grob und schmutzig.

4«) Uud da ich

Schauder42) Mitternacht

') Mit der Überschrift:Der Glück-

!cn!" 1822. ' ^ "

i) Im schwarzen L. ck. 1^,. 1. Aufl.

") Mit der Überschrift:Die Trauung"zuerst abgedruckt in denGedichten," 1322.