beständigen Zerstreuungen unterworfen, und ich be-merkte, — jedoch zu spät, um dcu Jrrthum zuverbessern, — duss er sieben Gedichte des Cyklus,welcher „Die Nordsee" bildet, überschlugen. Ichhabe diese Lakunc in meiner Dichtung gelassen, umnicht dem Ganzen Abbruch zu thnn, dessen har-monische Einheit der Farbe und des Rhythmusdurch die Einschaltung von Versuchen meiner eige-nen ungewandten Feder hätte gestört werden können.Gcrard's Sprache floss mit einer lieblichen undunnachahmbarcn Reinheit dahin, welche nur derunvergleichlichen Amnnth seiner Seele ähnlich sah.Er war mehr eine Seele, als ein Mensch, ja eineEngclscclc, wie abgedroschen das Wort auch sei.Diese Seele war in hohem Grade sympathisch, und,ohne Viel von der deutschen Sprache zu verstehen,crricth Gcrnrd besser den Sinn eines in deutscherSprache verfasstcn Gedichts, als Diejenigen, welchediese Mundart zum Studium ihres Lebens gemacht.Und er war ein großer Künstler; die Parfüms seinerGedanken waren stets von schön cisclicrtcn Gold-döschcn umschlossen. Jndcss besaß er keine Spurvon künstlerischem Egoismus; er war von einerkindlichen Offenherzigkeit und von sensitivem Zart-gefühl; er war gut, er liebte alle Welt, und benei-dete Niemand; er hat keiner Fliege was zu Leide
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